Bleiben oder Gehen
Die bewegte Geschichte des Tiroler Oberlandes

Schloss Landeck ist im Tiroler Oberland der Brückenbauer zwischen Kultur, Mystik, Spiritualität und Wirtschaft und vermittelt ein einzigartiges Erlebnis für alle Besucher. Schloss Landeck liegt an der Via Claudia Augusta und wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf dem hochragenden Felsen über dem Inn von den Grafen von Ulten erbaut und später von Graf Meinhard II. von Tirol – Görz erweitert. 1282 war hier bereits der Sitz des Gerichtes Landeck mit einem landesfürstlichen Pfleger. Die Glanzzeit erlebte die Burg unter den Rittern von Schrofenstein.

Das Museum

Der Begriff „Heimatmuseum“ wird neu geschrieben. Die Dauerausstellung erzählt aus bewegter Vergangenheit des Tiroler Oberlandes, zeigt vom Leben „in der Heimat“ und „in der Fremde“. Dem Besucher bieten sich überraschende Erkenntnisse und intensive Begegnungen mit Menschen und Schicksalen.

In der Heimat – Ein karges Leben zwischen Berg und Tal

Bis in die Neuzeit besaß Tirol in Europa eine einzigartige strategische und wirtschaftliche Bedeutung. Denn hier, im Westen der Ostalpen, befinden sich die wichtigsten Pässe über die Alpen. Das Land war zudem noch reich an Bodenschätzen. Tirol war daher immer Gegenstand vielfältiger Interessen und nicht selten Schauplatz kriegerischer Ereignisse. Leicht war das Leben hier nie und im Westen waren die Bedingungen besonders hart. Der landwirtschaftliche nutzbare Boden war ein knappes Gut. Über Jahrhunderte hungerte in dieser Region ein großer Teil der Bevölkerung. Dennoch entfaltete sich eine reiche Kultur. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das in den vielfältigen Formen der volkstümlichen Frömmigkeit. Das Verhaftetsein im magischen Denken und Aberglauben hatte aber auch unheimliche Seiten. Das beweisen die zweiundzwanzig im Gericht Landeck belegten Hexenprozesse. Die Heimat war also keine Idylle.

Der Rundgang – von der Heimat in die „Fremde“

Der Rundgang durch Schloss Landeck führt Sie im ersten Teil der Ausstellung durch Räume, die vom Leben „in der Heimat“ berichten. Der zweite Teil handelt von jenen, die die Heimat verlassen und ihr Glück „in der Fremde“ gesucht haben. Das waren nicht wenige, und nicht immer war die Fremde so fern wie Peru. Die Gründe zum Weggehen waren aber für die meisten dieselben: Not und Elend. Einen Schwerpunkt bildet hier die tragische Geschichte der Schwabenkinder auf der einen, sowie der erfolgreiche Barockbaumeister Jakob Prantdauer auf der anderen Seite. Im Turm führen Treppen nach oben zur Aussichtsplattform. Anschließend führt der Weg nach unten zu einem aufregenden Fund: Das Museum beherbergt einige der ältesten Spielkarten im deutschsprachigen Raum. Das Schloss will aber nicht nur gesehen, sondern auch begangen werden. Dabei erschließt es sich den Besuchern. Aus den Fenstern und vom Turm sieht man den Raum, von dem die Rede ist: „die Heimat“.

Galerie

Sechs bis acht Ausstellungen von regionalen und internationalen KünstlerInnen und Ausstellungen zu aktuellen, interessanten und historischen Themen werden in der Galerie gezeigt.

Im Turm

„Im Turm“ werden in besonderen Ausstellungen Antworten auf die Bewegungen unserer Zeit gesucht (Transit, Tourismus, Migration, Globalisierung). Sie bilden den Brückenschlag von der Vergangenheit (in der Dauerausstellung) in die Gegenwart.

Eintritt mit der Tirol West Card kostenfrei!

Öffnungszeiten:

April bis Oktober
Dezember bis Jänner
ohne Ruhetag
täglich von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Führungen auf Anfrage!

Kontakt:

Schloss Landeck
Schlossweg 2, A-6500 Landeck
Tel. +43 (0)5442 63202 
office@schlosslandeck.at
www.schlosslandeck.at